User Experience Design


UX Design (kurz für User Experience Design) bezeichnet den Prozess der Entwicklung von Produkten, die dem Anwender das bestmögliche Erlebnis liefern. Ziel ist es, die Zufriedenheit des Anwenders mit dem Produkt zu erhöhen, indem Usability, Zugänglichkeit und Anwendungsfreude optimiert werden.

UX Design im Webdesign[Bearbeiten]

Im Bereich des Webdesigns zielt UX Design darauf ab, die Bedürfnisse des Users genau zu analysieren, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse im nutzerfreundlichen Interface einer App einer Website oder eines Desktop-Programms umzusetzen. Diese User Experience ist dabei Bestandteil der Human Computer Interaction, die immer dann stattfindet, wenn Menschen Computer bedienen, ein User z.B. ein Produkt in den Warenkorb legt oder das Layout seiner Zielseite verändert. User Experience Design kann auch Teil der Conversion Optimierung oder der SEO sein.

Hintergrund[Bearbeiten]

Spätestens seit dem Zeitalter des Web 2.0 wurden das Internet und damit verbunden auch die entsprechende Software immer interaktiver. Aus einem statischen Prozess (der Nutzer greift auf einen Inhalt zu und konsumiert passiv) wurde eine dynamische Anwendung, innerhalb derer der User mit den Geräten interagiert. Als Konsequenz daraus sind Webentwickler und Softwaredesigner immer stärker darum bemüht, Anwendungen gemäß der gestiegenen Anforderungen der User weiterzuentwickeln: das User Experience Design war geboren.

Durch die zunehmende mobile Nutzung des Internets hat sich auch das User Experience Design auf weitere Geräte ausgeweitet. Während z.B. zu Beginn der 2000er-Jahre Websites hauptsächlich mit Browsern auf Desktop-Geräten besucht wurden, steigt die Zahl der mobilen Nutzer kontinuierlich an. Somit gehört zum UX Design heute auch die Optimierung der mobile Usability durch die mobile Optimierung, damit auch die mobile User Experience gesichert ist.

Funktionen[Bearbeiten]

Die Funktionen von User Experience Design lassen sich anhand einfacher Fragen aufzählen, die an das zu entwickelnde Design gestellt werden können:

  • Wie kann die Website dem Nutzer einen Mehrwert geben?
  • Ist die Bedienung einer App oder einer Website einfach für den Nutzer, z.B. intuitiv?
  • Macht es Spaß mit der Website oder App zu interagieren?

Grundsätzlich handelt es sich also bei der Umsetzung von User Experienced Design um eine Steigerung der Usability einer Internetseite, einer App oder eines Software-Programms.

Um zusätzlich die Interaktion zwischen Nutzer und Endgerät zu verbessern, kann das Interaction Design eingebunden werden.

Vorgehensweise[Bearbeiten]

User Experience Design ist in der Regel kein intuitives Handeln, sondern das Ergebnis ausführlicherer Analysen wie z.B. AB-Testing verschiedener Versionen einer Website. Entscheidendes Gestaltungskriterium ist dann nicht das subjektive Aussehen der Seite, sondern das konkrete Resultat, das sich aus dem analysierten Nutzerverhalten bzw. auch Nutzerbefragungen möglichst objektiv ergibt.

Nutzen für SEO und Marketing[Bearbeiten]

Ein nutzerfreundliches Design einer Website oder einer App hat in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung einen großen Nutzen. Zum einen kann sich z.B. die Verweildauer auf einer Website erhöhen, weil der User sich auf der Seite gut zurechtfindet und durch eine intelligente Navigation einfach durch die Website klicken kann. Ebenso kann es hilfreich sein, wenn Funktionalitäten der Seite geräteübergreifend verfügbar sind. Man könnte z.B. auch die von Google definierte „Google-freundliche“ Gestaltung einer Website heranziehen, und daraus Kriterien ableiten, dass UX Design gleichgesetzt werden kann mit einer Kombination aus SEO-freundlichem und nutzerfreundlichem Design.[1]

Für das Marketing spielt UX Design ebenfalls eine wichtige Rolle. So z.B. bei der Gestaltung von Online-Werbung, angefangen vom Storytelling über die Kreation von Bannerwerbung oder interaktiver Werbung.

Letzten Endes hat das Einbeziehen der Nutzerbedürfnisse in die Gestaltung von Webanwendungen und Websites einen klaren monetären Vorteil. Denn zwangsläufig sollten zufriedenere Nutzer häufiger zu zahlenden Kunden werden als unzufriedene. UX Design bedeutet demnach eine aktive Optimierung hinsichtlich Nutzerzufriedenheit und damit Conversions. In einem weiteren Schritt kann UX Design demnach auch zur Kundenbindung beitragen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steps to a Google friendly Site support.google.com Abgerufen am 05.05.2014

Weblinks[Bearbeiten]