Linkbait

Der Linkbait oder auch Clickbait sind populäre Strategien der Suchmaschinenoptimierung, um auf möglichst natürliche Weise viel Traffic für ein Webprojekt zu erhalten. Bei Linkbaits geht es darum, so viele Backlinks wie möglich für eine Webseite zu bekommen. Übersetzt bedeutet Linkbait so viel wie „Linkköder“. Für den „Köder“ werden verschiedene Strategien angewandt, die andere User dazu veranlassen, die entsprechende Website zu verlinken.

Hintergrund

Die Domainpopularität wird auch heute nach dem Panda und dem Penguin Update immer noch über die Qualität und z.T. auch über die Quantität von eingehenden wLinks bestimmt. Ein Linkbait kann demnach eine gute Methode darstellen, um den Linkaufbau positiv zu beeinflussen.

Mögliche Linkbait-Methoden

Um Linkbaits durchzuführen stehen viele verschiedene Szenarien zur Disposition. Wie der Linkbait umgesetzt wird, hängt schließlich vom persönlichen Geschmack oder den Umständen ab. Folgende Voraussetzungen sind denkbar:

  • Infografiken: bei dieser Form des Linkbaits wird dem User in Form einer anschaulichen Grafik ein meist komplizierterer oder komplexerer Sachverhalt anschaulich dargestellt. Mittlerweile sind Infografiken zwar vielfach gerne gesehen, doch mancherorts wird auch die Frage nach dem Sinn dieser Form des Linkbaits gestellt.[1]
  • Top-10-Listen: User sind im Netz immer auf der Suche nach sinnvollen Tipps in allen möglichen Bereichen. Aus diesem Grund kann eine gut sortierte Top-10 oder auch Top-5 Liste für eine große freiwillige Verlinkung sorgen. Portale wie [www.zehn.de/ ZEHN.DE] können z.B. gezielt für solche Listen verwendet werden.
  • News-Artikel: wer als erster über einen gefragten Sachverhalt berichtet, hat gute Chancen, von vielen Backlinks zu profitieren. Für diese Art von Linkbaits eignet sich die Verknüpfung über Social-Media-Kanäle wie Twitter oder Facebook hervorragend. Auch Hashtags können bei der Verbreitung einer Neuigkeit helfen.
  • Lustige Beiträge: Humor ist häufig ein probates Mittel, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Eine Plattform, welche die Beliebtheit von lustigen Beiträgen belegt, ist z.B. Videoplattformen. Dort finden sich eine Vielzahl an „lustigen“ Videoclips mit Katzen, Babys, Sportlern oder Komikern, die millionenfach geteilt, auf anderen Websites eingebettet oder schlicht angeschaut werden.
  • Videos: nicht nur über YouTube können Videoinhalte für einen Linkbait sorgen. Sehr beliebte Videoformen für Linkbaits sind „How-to-Videos“ oder Clips aus dem DIY-Bereich. Weitere gefragte Bereiche für Videos sind Elektronik-Tests oder Neuvorstellungen.
  • Tests: Neben Bewertungen sind Testergebnisse wichtige verkaufsentscheidende Faktoren im E-Commerce. Demnach sind Beiträge mit Tests für nahezu jedes Konsumgut mögliche Inhalte für einen Linkbait.
  • Bilder: die Macht der Bilder ist ein Potential, das auch für Linkbaits genutzt werden kann. Vorbild könnte z.B. die Regenbogenpresse sein, die durch aufsehenerregende Papparazzi-Bilder immer wieder für hohe Auflagen und Reichweiten sorgt. Sicherlich müssen es bei einem Linkbait mit Foto nicht die unveröffentlichten Bilder aus der Privatsphäre eines Stars sein, sondern es reicht vielfach, mit einem einzigartigen Foto Aufmerksamkeit zu erhalten. Hier bieten sich z.B. Instagram oder Pinterest als Plattformen an, über die der Bilder-Linkbait gestartet werden kann.
  • Tipps für Tools: nicht nur die SEO-Szene ist begierig nach neuen Tools, welche Auswertung oder die tägliche Arbeit erleichtern. Aus diesem Grund sind Info-Seiten über die neuesten Helferlein wie Apps oder Widgets zu einem gefragten Thema immer wieder eine gute Gelegenheit für einen Linkbait, der zusätzlich mit weiteren Elementen kombiniert werden kann. So gibt es bereits zahlreiche Beiträge zu den Themen „Die 10 besten iPhone-Apps zum Chatten“ oder „10 Apps, die man unbedingt haben sollte“ etc.
  • Informationen: jede Nachrichtenseite ist potentiell eine permanente Linkbait-Produzentin. Denn jedes wichtige aktuelle Thema birgt meist komplexe Hintergründe, die für den Laien erklärungsbedürftig sind. Ob es dabei um die nächsten Präsidentschaftswahlen in den USA oder den letzten Wirbelsturm geht, spielt keine Rolle. Sinnvolle Informationen zu aktuellen Themen haben immer Potential für einen Linkbait.
  • Linkhubs: Linkhubs oder Linklisten sind in Zeiten der immer umfangreicheren Informationsflut eine interessante Variante, um Backlinks zu erhalten. Die Chance, dass derartige Listen verlinkt werden, ist sehr hoch.
  • SEO-Contests: SEO-Wettbewerbe sind sehr gute Beispiele für Linkbaits, die von SEO-Blogs oder –Agenturen initiiert werden. Da jeder Teilnehmer im Rahmen seines Beitrags auf die Veranstalter verlinkt und zusätzlich zahlreiche Social Signals zu erwarten sind, können Linkbaits in dieser Form für eine starke Reichweite und Stärkung der Domainpopularität sorgen.
  • Bashing oder Gerüchte: Linkbaits können auch in Form von Provokationen genutzt werden, getreu dem Motto „Schlechte Publicity ist auch Publicity“. Allerdings sollte mit dieser Methode sehr vorsichtig umgegangen werden.

Voraussetzungen für einen erfolgreichen Linkbait

Der Erfolg eines Linkbaits hängt in erster Linie von seinem Inhalt ab. Man könnte demnach auch behaupten, dass der Aufbau von Content einer Website immer den Gedanken des Linkbaits enthalten sollte bzw. könnte. Denn die Frage nach dem Nutzen einer Website ist zentral für den Erfolg eines Webprojekts.

Eine Nachricht braucht Empfänger, um sich zu verbreiten. Ein erfolgreicher Linkbait muss demnach auch verbreitet werden. Neben sinnvollem Seeding sind Social-Media-Kanäle für die Verbreitung Pflicht. Ebenso können alle weiteren Kontakte über Netzwerke wie Xing oder Skype genutzt werden, um den Content zu verteilen. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass besser verlinkte Websites und Domains mit viel Traffic erfolgreichere Linkbaits starten können. Denn die Möglichkeit, dass jemand den besonderen Inhalt entdeckt und darauf verlinkt ist bereits eher gegeben als bei einer wenig beachteten kleinen Website. Allerdings sollte die Viralität über soziale Netzwerke bei einer entsprechenden Meldung nicht unterschätzt werden.

Der Inhalt des Linkbaits sollte immer etwas Neues liefern und keine bereits bekannten Ideen abkupfern. Bei News spielt es natürlich eine große Rolle, ob man zuerst über einen Sachverhalt oder einen wichtigen Teilaspekt eines Events berichtet.

Ein Linkbait sollte nie als Linkbait definiert und verbreitet werden. Einen guten Linkbait erkennt man auf den ersten Blick nicht als solchen.

Nutzen für SEO

Linkbaits sind Instrumente, um Backlinks auf möglichst natürliche Weise zu generieren. Meist haben die Macher des Linkbaits keinen Einfluss auf Ankertexte oder mögliche Platzierungen des Backlinks. Auf diese Weise kann sich der Linkaufbau natürlich entwickeln.

Grenzen und Gefahren des Linkbait

Grundsätzlich ist der Linkbait ein probates Mittel für einen möglichst natürlichen Linkaufbau. Dennoch besteht theoretisch die Gefahr, dass ein Linkbait als Spam identifiziert wird, wenn eine Website ihre Backlinks ausschließlich über eine einzige Aktion generiert und alle eingehenden Links auf dieselbe Unterseite verweisen.

Grenzen hat der Linkbait dann, wenn es z.B. um Newsmeldungen geht. Ist das Interesse an einem Sachverhalt verloren, können manche Backlinks entweder wieder verschwinden und das Ranking zu bestimmten Begriffen verliert sich. Im Newsbereich ist demnach vor allem vor dem Hintergrund der von Google geforderten „Freshness“ ein langer Atem der Webmaster gefragt, wenn permanent für News-Linkbaits gesorgt werden muss.

Linkbaits können vielfach zwar geplant werden, sind häufig jedoch auch spontane Ideen, die für eine virale Wirkung sorgen. Deshalb ist der Erfolg eines Linkbaits meist nicht genau berechenbar. Als planbare Größe im Rahmen einer SEO- oder Marketing-Strategie ist er demnach weniger geeignet.

Einzelnachweise

  1. Infografiken im Internet – Über Hype und Holzwege. tagSeoblog. Abgerufen am 07.12.2013.

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