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6 fatale Fehler im Content Marketing und wie Du sie verhinderst

Content-Marketer machen immer noch viele Fehler, wenn es um die Aufbereitung und die erfolgreiche Promotion ihrer Inhalte geht. Wenn Dein Artikel trotz Mehrwert und spannender Infos keine Besucher bringt oder niemand auf Deinen Post bei Facebook reagiert, hast Du wahrscheinlich einen der folgenden sechs Fehler gemacht.

1. Veröffentlichung von qualitativ minderwertigem short-form Content

Wenn der Chef sagt: Wir müssen mal wieder was auf Facebook posten, damit auf unserer Seite was los ist! Oder der Redaktionsplan zwei Posts die Woche vorgibt – auch wenn es eigentlich nichts zu erzählen gibt, dann schleicht sich leider ganz leicht minderwertiger Content ein der nach "mal eben aus dem Ärmel geschüttelt" aussieht. Da diese Art von Content keinerlei Mehrwert für den User bietet, verzichte lieber darauf.2. Du schreibst nicht für Deine Zielgruppe, sondern für Dich

Stell Dir vor Du bist Reiseblogger und nutzt Deinen Blog als persönliches Tagebuch. Manche haben eine riesen Fanbase während andere nur von Freunden und Familie gelesen werden. Ein subjektiver Artikel, in dem Du erzählst, wie lecker Du das Essen auf La Gomera fandest, interessiert vielleicht Deine Familie, etwaigen anderen Lesern bietet er jedoch nicht sehr viel Mehrwert. Biete Deinen Lesern lieber einen Überblick über Restaurants in der Region, inklusive Location und Preis, die Du empfehlenswert findest und an denen sich andere Reisende orientieren können.

Tipp:

Vor dem Veröffentlichen von Blogartikeln, Facebook-Postings etc. kurz nachdenken: Bringt diese Information dem User etwas oder sorge ich einfach nur für wenig nachhaltige Bewegung auf meiner Seite?

Für Google und Co. musst Du nicht zweimal die Woche neuen Content erstellen – viel besser ist es, in größeren Abständen wirklich guten und fundierten Long-Content ins Netz zu stellen. Das freut Deine Leser- und die Suchmaschinen.

2. Du schreibst nicht für Deine Zielgruppe, sondern für Dich

Stell Dir vor Du bist Reiseblogger und nutzt Deinen Blog als persönliches Tagebuch. Manche haben eine riesen Fanbase während andere nur von Freunden und Familie gelesen werden. Ein subjektiver Artikel, in dem Du erzählst, wie lecker Du das Essen auf La Gomera fandest, interessiert vielleicht Deine Familie, etwaigen anderen Lesern bietet er jedoch nicht sehr viel Mehrwert. Biete Deinen Lesern lieber einen Überblick über Restaurants in der Region, inklusive Location und Preis, die Du empfehlenswert findest und an denen sich andere Reisende orientieren können.Wenn Du nicht genau weißt, für wen Du eigentlich schreibst, kann es sein, dass einfach nur ein Keyword-gespickter SEO-Text entsteht, der schlimmstenfalls am Leser vorbei geht.

Tipp:

Egal ob Du Blogger, Buchautor oder Content-Creator in einer Agentur bist, verschaffe Dir ein genaues Bild Deiner Zielgruppe und was Du ihr vermitteln willst. Dafür sind Personas fast schon ein Pflichtinstrument. Denke beim Schreiben immer daran: Du schreibst für Deine Zielgruppe und nicht für Dich selbst! Sei informativ, relevant und hilfreich. Überlege Dir, welche Fragen sich Deiner Zielgruppe beim Lesen des Artikels stellen und was sie interessiert.

3. Du konzentrierst Dich bei der Erstellung Deiner Inhalte zu sehr auf SEO

Manche SEOs verstehen unter Content Marketing immer noch eine Keyworddichte von 2%, Keywords in den Meta-Tags und möglichst viele davon auch in den Überschriften.

Wenn Du bei der Erstellung zur sehr auf SEO und Deine Keywords fixiert bist, kommt ein SEO-Monster dabei heraus, das echte Leser abschreckt. Und mittlerweile sogar Google, da das Nutzerverhalten inzwischen so stark beim Suchalgorithmus gewichtet wird, das Content besser rankt, wenn ihn Menschen tatsächlich interessiert lesen.

Tipp:

Schreibe einfach interessant und fundiert über Dein Thema. Dabei werden relevante Keywords ganz natürlich in den Artikel mit einfließen. Und Google kann leicht erkennen, worum es inhaltlich geht.

4. Du vergisst, dass Inhalte nicht nur Blog-Posts sind

Content bedeutet Inhalt. Im Internet gelten nicht nur Blogartikel und Webseitentexte als Content, sondern auch:

All dies ist Content und sowohl für Suchmaschinen als auch für die User relevant.

Tipp:

Überlege Dir, welche Content-Formate für Dein Produkt am besten geeignet sind und setze diese optimal in Deiner Marketing-Strategie ein. Mode- und Lifestyle-Artikel leben von interessantem Bild-Content, hier liegst Du mit Grafiken und Videos besser als mit bloßem Textcontent allein.

5. Du denkst, dass Content Promotion nicht wichtig ist

Ein Klick auf den Button "Veröffentlichen" und der neue Artikel steht live im Netz. Allerdings solltest Du Dich jetzt noch nicht zurücklehnen und denken, dass Deine Arbeit damit getan ist. Denn interessierte Leser finden den Artikel wahrscheinlich nicht so einfach von selbst.

Um mit Deinem Inhalt neue Besucher zu generieren und Dein Ranking bei Google zu verbessern, musst Du ihn promoten! Das bedeutet, ihn einer möglichst großen Zielgruppe zugänglich zu machen.

Für die Content Promotion kannst Du die vier Methoden des PESO-Models benutzen:

  • P – Paid Media: Bezahlter Traffic, Facebook Ads, Google Ads etc.

    E - Earned Media: Verdiente Promotion für guten Content, der von Bloggern, der Presse oder Influencern aufgegriffen wird, die darüber berichten, ohne dass Du selbst etwas dafür tun musst.

    S - Social Media: Dein Content wird in den sozialen Medien geteilt, geliked und kommentiert und gewinnt so Aufmerksamkeit.

    O – Owned Media: Du machst Deinen Content über Deine eigenen Kanäle bekannt – beispielsweise über Deinen Newsletter, den Blog usw.

Ist Dein Content relevant, bietet Mehrwert und ist dazu noch unterhaltsam oder amüsant stehen die Chancen gut, dass er in den sozialen Medien geteilt wird.

Bei der Content-Promotion geht es um Aufmerksamkeit und Reichweitensteigerung. Neben der Traffic-Generierung kann die Content-Promotion auch einen positiven Effekt auf Dein Ranking in den SERPs haben. Wird Dein Content von vielen gesehen und geteilt, hat das eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Du wirst in der Öffentlichkeit bzw. in Deiner Nische als Experte wahrgenommen.

  • Andere Webmaster reagieren auf Deinen Content, beziehen sich darauf und teilen ihn mit ihren Lesern.

  • Wird Dein Content von Multiplikatoren und Influencern mit einer großen Fanbase geteilt, wird er einer großen Öffentlichkeit präsentiert – was einen entsprechenden Boost für Deinen Traffic und Deine Bekanntheit bedeuten kann.

  • Besucher und Interaktion mit Deinen Inhalten stärken wiederum Deinen „Trust“ bei Google. Deine Webseite wird besser geranked und Deine Domain wird als Brand wahrgenommen.

  • User, die durch einen Artikel auf Deine Webseite kommen, sehen sich oft noch weitere Inhalte und Produkte an. Das bringt Punkte für die Verweildauer, Leads und Sales.

Du siehst also, Content-Promotion ist ein nicht zu unterschätzender Baustein des Content-Marketings!

Tipp:

Halte dich an die 20/80-Faustregel des Content Marketings: 20% Deiner Zeit verwendest Du auf die Erstellung des Contents, ganze 80% auf die Content Promotion!

6. Du beachtest Deine KPI nicht und wertest Ergebnisse nicht aus

Last but not least: Du bist beim Tracking und der Auswertung der Content-Performance nachlässig. Auch wenn Du mit Deinem Traffic und Ranking zufrieden bist, schaue Dir regelmäßig Webseitenanalyse Deiner Domains an. Wichtig indikatoren und Content-KPIs sind zum Beispiel die Verweildauer auf den Seiten, die Bounce Rate und der Verlauf einer Session. Also auf welcher Seite der User einsteigt, wohin er als nächstes klickt und von welcher Seite er aussteigt. Sie zeigen Dir, wie gut welcher Content genau performt, welche Artikel besonders häufig angeklickt und geteilt wurden und von welchen Quellen Dein Traffic überhaupt kommt.

Tipp:

Auf Deinem Ryte-Dashboard kannst Du Dir einen genauen Überblick über Deine KPIs verschaffen – nutze dafür idealerweise die Verknüpfung mit Google Analytics. So bekommst Du Klicks, Impressions, Verweildauer etc. direkt innerhalb von Ryte angezeigt und siehst alles auf einen Blick.

Fazit

Um erfolgreiches Content Marketing zu betreiben, veröffentliche nicht täglich, aber regelmäßigen, hochwertigen Long-Content. Dabei muss Content nicht unbedingt nur Text sein, sondern bezieht auch Videos, Bilder, Webinare, Memes etc. im Internet mit ein. Denke dabei immer daran: Du schreibst für Deine Zielgruppe – nicht für Google und schon gar nicht für Dich selbst! Also informativen Inhalten immer den Vorzug vor SEO-Texten geben.

Hast Du Deinen Content veröffentlicht, ist damit die Arbeit noch lange nicht getan. Ein wichtiger Teil - die Content Promotion – kommt erst danach.

Um Deinen Content bekannt zu machen, kannst Du auf Paid Media, wie Facebook Ads und Google Ads setzen. Du kannst Deinen Content über Deine eigenen Kanäle wie Newsletter oder Blog promoten und dafür sorgen, dass er unterhaltsam und informativ genug ist, um in den sozialen Netzwerken geteilt zu werden.

Regt Dein Content Menschen an, damit zu interagieren, bringt dir das Sichtbarkeit, Reichweite, Traffic, einen Boost im Ranking und "Trust" für Deine Webseite bei Google.

Last but not least: Behalte immer immer Deine KPIs im Auge. Sollte die erhoffte Performance einmal ausbleiben, kannst Du so gezielt reagieren bis Verweildauer, Klicks, Impressions und Reichweite wieder stimmen.

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Veröffentlicht am Jun 3, 2019 von Fenja Engelhardt