Post-Conversion Marketing

Das Post-Conversion Marketing ist eine Methode, die der Kundenbindung dient. Nachdem ein Kunde als Konversion gezählt worden ist, d.h. er hat zum Beispiel ein Produkt gekauft oder ein Whitepaper heruntergeladen, werden ihm weitere Möglichkeiten der Interaktion gegeben. Onlineshops, Webseiten und Unternehmen haben ganz verschiedene Möglichkeiten, Post-Conversion Marketing zu betreiben. Ziel ist es, den Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden, indem man ihn 'an die Hand' nimmt und mithilfe einer strukturierten Customer Journey (deutsch: Reise des Kunden) durch das Angebot leitet.

Allgemeine Informationen

Beim Post-Conversion Marketing wird eine Conversion, z.B. eine Bestellung eines Produktes in einem Onlineshop oder die Anmeldung für einen Newsletter, als Ausgangspunkt genommen. Der Kunde ist bereits aktiv geworden. Die Post Conversion zielt nun darauf ab, dem Kunden weitere Möglichkeiten der Interaktion zu geben. Die Frage ist also: Was macht der Kunde nach dem Kauf? Alle Mittel und Wege, die auf die Aktion des Kunden folgen, werden demnach als Post-Conversion Marketing bezeichnet.

Konkret können ihm Gutscheincodes unterbreitet werden oder die Option, dem Unternehmen auf sozialen Kanälen zu folgen. Auch Produktempfehlungen, Bewertungen und die Teilnahme an einer bestimmten Werbekampagne können als Post-Conversion Marketing betrachtet werden. Der Kunde soll langfristig an das Unternehmen gebunden werden.

Im Vordergrund steht allerdings nicht immer der Absatz. Vielmehr geht es um Möglichkeiten der Interaktion, sodass ganz verschiedene, psychologische Trigger [deutsch: Schlüsselreize) aktiviert werden können, die die positive Grundhaltung des Kunden gegenüber dem Unternehmen als Basis nehmen. Somit bildet das Post-Conversion Marketing die Voraussetzung für spätere Käufe.[1]

Praxisbezug

In der Praxis ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, die Customer Journey nach dem Kauf zu gestalten. Sowohl IT, Webdesigner und Grafiker als auch Werbetexter und Marketingexperten können sich beim Post-Conversion Marketing kreativ auslassen.[2] Denn diese Möglichkeiten können ebenso gut miteinander kombiniert oder um weitere Optionen ergänzt werden:


1.) Eine Empfehlung verschiedener Social Media-Plattformen: 'Folgen Sie uns auf Twitter, Facebook, Google+ oder Pinterest' könnte eine Variante sein. So erhält der Kunde Neuigkeiten aus dem Social Media Feed und interagiert möglicherweise über eine dieser Plattformen mit dem Unternehmen.

2.) Eine Einladung zur Anmeldung für den Newsletter: 'Bleiben Sie auf dem neuesten Stand mit unserem Newsletter und erhalten Sie Rabatte, Produktneuheiten und vieles mehr'. Dem Kunden können auf diese Weise zielgruppengerechte Produkte und Neuigkeiten vermittelt werden.

3.) Möglichkeiten zum Download von Infografiken, Whitepaper oder Webinaren. Da der Kunde sich bereits für das Unternehmen interessiert, können durch verschiedene Branding-Aktionen langfristige Effekte erzielt werden. Auch Videos oder Infoseiten können verwendet werden.

4.) Dem Kunden können Gutscheincodes und Rabatte unterbreitet werden. Insbesondere solche ohne Mindestbestellwert werden höchstwahrscheinlich eine spätere Konversion zur Folge haben.

5.) Bewertungen, Reviews und Empfehlungen sorgen nicht nur für Mundpropaganda, sondern auch für ein höheres Vertrauen anderer Nutzer. Eine Einladung, ein bestimmtes Produkt zu bewerten oder via Social Media zu empfehlen, überzeugt unter Umständen auch andere Nutzer, die noch keine Kunden sind.

Bedeutung für SEO

Post-Conversion Marketing kann durchaus mit Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung einhergehen. Die Verlinkung einer Landing Page in einem Newsletter sorgt für Traffic und eventuell auch für eine höhere Konversionsrate. Bewertungen und Reviews werden in der organischen Suche angezeigt, wenn eine entsprechende Schnittstelle vorhanden ist. Durch solche Snippets wird in den SERPs mehr Aufmerksamkeit erzeugt, was ggf. die Klickraten erhöht.

Auch Downloads von Whitepapern, Produktkatalogen oder Seitenaufrufe eines Videos oder Webinars bringen Traffic und zeigen Suchmaschinen, dass diese Seiten interessant sind für Nutzer. Zu guter Letzt können Empfehlungen auf sozialen Plattformen als Social Signals betrachtet werden. Je viraler bestimmte Inhalte sind und je mehr Interaktion auf einem Unternehmens-Profil stattfindet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Google diese sozialen Signale positiv bewertet.

Einzelnachweise

  1. What Happens Next? Post-Conversion Strategies for Lead Gen Landing Pages. unbounce.com. Abgerufen am 07. Februar 2014.
  2. What Happens Next? Post-Conversion Strategies for Lead Gen Landing Pages. unbounce.com. Abgerufen am 07. Februar 2014.

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