Social Search

Social Search ist ein Experiment von Google, das Nutzern mehr relevante und persönliche Ergebnisse bei ihrer Google Suche anzeigen soll.

Allgemeine Informationen

Google Social Search wurde im Oktober 2009 erstmals in den USA getestet und erreichte einige Monate später auch Deutschland.[1]

Bedingung für die Anzeige von sozialen Signalen ist allerdings eine Anmeldung bei Google. Zudem ist ein Google Plus-Profil notwendig, um soziale Signale aus den eigenen Kreisen überhaupt zur Verfügung zu haben. Da das Unternehmen Google schwerlich Daten anderer Netzwerke wie Facebook oder Twitter auslesen kann, startete es seine eigene soziale Suche. Vorher hatte Microsoft mit seiner Suchmaschine Bing ein Kooperation mit Facebook begonnen, um sozial relevante Ergebnisse in der Bing Suche anzuzeigen. Google's Social Search kann als Reaktion darauf betrachtet werden.[2]

Funktionen

Soziale Netzwerke werden von Millionen Usern verwendet und sind aus dem Onlinebereich nicht mehr wegzudenken. Nutzer empfehlen, teilen und verbreiten dadurch Inhalte wie News, Websiten, Blogs, Videos und andere Daten. Diese Inhalte werden von Google als relevante, soziale Signale gewertet, wenn ein Nutzer bei Google angemeldet ist. Sucht nun der Nutzer nach der Anmeldung nach einem bestimmten Begriff oder einer Begriffskombination, zeigt Google eine veränderte Ergebnisliste an, die solche sozialen Signale beinhaltet.

Neben Links zu Webseiten werden nun Inhalte aus dem sozialen Kreis (engl. Social Circle) des Nutzers dargestellt. Das heißt: Beiträge, die andere Nutzer aus seinem sozialen Kreis empfehlen oder teilen. Diese sollen laut Google für den User eine höhere Relevanz haben. Nutzer können sich auch gezielt soziale Signale von Google anzeigen lassen, nachdem sie sich angemeldet haben. Unter dem Reiter 'Suchoptionen' können private Ergebnisse gewählt werden. Anschließend werden alle persönlich relevanten Inhalte in den SERPs dargestellt.

Beispiel

Angenommen ein Nutzer liest gerne Bücher, seine Freunde bei Google+ ebenso. Einige der Freunde schreiben Reviews und Bewertungen zu den gelesenen Büchern und stellen diese zum Beispiel auf Blogs online. Will der Nutzer nun diese Buchkritiken lesen, loggt er sich mit seinem Google-Account ein und sucht zum Beispiel nach den Begriffen 'Buchkritik', 'Buch' oder 'Buchbewertung'. Google Social Search zeigt nun die Bewertungen der sozialen Bekanntschaften an. Wäre der Nutzer nicht eingeloggt, würden die Blogs mit den Bewertungen wahrscheinlich erst auf späteren SERPs zu finden sein oder ggf. auch gar nicht.

Bedeutung für SEO

Soziale Signale gelten im Bereich Suchmaschinenoptimierung als wichtige Entwicklung, die nicht vernachlässigt werden sollte. Längst sind die Begriffe Social Media und SEO zusammengewachsen. Ob Backlinks von sozialen Profilen, soziale Empfehlungen oder Content, der durch soziale Netze erst bekannt geworden ist, Social Media eröffnet neue Möglichkeiten, die sich nicht darin erschöpfen, ein Unternehmensprofil zu pflegen und ab und zu einen Blogbeitrag zu teilen.

Vielmehr geht es um Viralität und qualitativ hochwertige Inhalte, die sich über Tausende User ganz von selbst verbreiten. Dies kann als Content Marketing oder Branding betrieben werden. Insofern als das Absetzen von Produkten und Vergrößern von Margen nicht das erste Ziel ist, können soziale Aktivitäten sehr große Effekte auf die Bekanntheit von Marken und Unternehmen haben. Je besser, interessanter und kreativer der Content ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er viral verbreitet wird. Im Endeffekt führt das zu höheren Umsätzen – jedoch über einen Umweg mithilfe sozialer Netzwerke.[3]

Einzelnachweise

  1. Google bietet "Soziale Suche" in Deutschland an. Heise.de. Abgerufen am 18. Dezember 2013.
  2. Google bietet "Soziale Suche" in Deutschland an. Heise.de. Abgerufen am 18. Dezember 2013.
  3. Wie soziale Netzwerke die Kaufentscheidung beeinflussen. Internetworld.de. Abgerufen am 18. Dezember 2013.

Weblinks

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