AdServer Software

Eine AdServer Software ist ein Programm, das auf einem AdServer installiert ist und die Ausgabe und Überwachung von Werbemitteln auf Websites ermöglicht.

Gemeinsam mit dem AdServer, der sowohl ausgelagert (Remote AdServer) als auch lokal (Local AdServer) betrieben werden kann, bildet die AdServer Software eine Lösung, die je nach Anbieter verschiedene Funktionen für den Werbetreibenden / Advertiser bereitstellt: Die Software dient dabei in erster Linie der Steuerung der Ausgabe von Bannern, Ads und Textanzeigen, aber auch die Überwachung des Werbeerfolgs kann mit einer geeigneten Lösung realisiert werden. Technisch wird dies meist durch Einbindung von JavaScript umgesetzt. AdServer und die dazugehörige Software sind oft Teile von Werbenetzwerken, sogenannten Affiliate- Programmen, die die Vermarktung mithilfe von Werbepartnern realisieren. [1]

Funktionen[Bearbeiten]

Die Funktionalitäten und Einstellungsmöglichkeiten unterscheiden sich stark bei den verschiedenen Anbietern. Da der Werbemarkt im Internet stetig wächst und schon jetzt ein Volumen von mehreren Milliarden Euro erreicht hat, sind entsprechend viele Anbieter von AdServern und AdServer Software zu finden. Auch Google bietet mit DFA (DoubleClick for Advertisers) und DFP (DoubleClick for Publishers) Lösungen an, die sich an Werbetreibende und gewerbliche Vermarkter von Werbung richten.

Eine AdServer Software besitzt in der Regel folgende Basisfunktionen:

  • Bannerverwaltung: Welche Anzeige wird wann und wo geschaltet? Bekommen Nutzer unterschiedliche Ads angezeigt, wenn sie eine Website mehrmals besuchen?
  • Formatverwaltung: Welche Art von Ads wird geschaltet? Layer, PopUp, Banner, oder andere?
  • Erfolgskontrolle: Wie viele Nutzer haben auf eine Anzeige geklickt? Wie viele Verkäufe wurden durch wie viele Klicks bzw. Seitenaufrufe generiert?

Optionale Funktionen sind meist das Targeting, Geotargeting und die Anzeige auf verschiedenen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Beim Keyword Targeting geht es darum, dem Nutzer möglichst für ihn interessante Anzeigen zu präsentieren. Auch Werbung im Internet soll idealerweise zielgruppennah sein. Das Geotargeting zielt darauf ab, Nutzer aus bestimmten Regionen und Städten Anzeigen zu zeigen, die für sie durch die geografische Nähe interessant sein könnten. Ads auf mobilen Endgeräten sind ein spezielles Format, das sich gerade für Unternehmen eignet, deren Zielgruppe ohnehin mobile Geräte verwendet.

Alle Funktionen sind gewissermaßen von erfolgreichem Tracking abhängig. Hierbei wird der Nutzer und der Weg, den er via Hyperlinks zurückgelegt hat, verfolgt. Diese Daten geben Aufschluss über besuchte Websites, eingegebene Keywords und mitunter auch über persönliche Informationen, wenn die Tracking-Daten mit Kundendaten eines Unternehmens abgeglichen werden. Letzteres ist rechtlich verboten. Das Tracking funktioniert nach dem gleichen Prinzip, das bei Cookies zum Einsatz kommt. Tatsächlich sind Cookies oft in Ads eingebunden, um das Tracking zu ermöglichen.

Bedeutung für das SEO[Bearbeiten]

Für die Suchmaschinenoptimierung ist auch die korrekte Integration von Ads von Bedeutung. Die Crawler der Suchmaschinen können normalerweise keinen JavaScript Code lesen oder Flash-Animationen interpretieren. Deshalb ist es einerseits wichtig, die Anzahl der Ads gering zu halten, damit eine Website nicht den Eindruck erweckt, es handle sich um Werbespam.

Google empfiehlt, ein bestimmtes Maß an Ads nicht zu überschreiten: Im Above the fold-Bereich einer Website sollen möglichst wenig Ads sichtbar sein, damit die Aufmerksamkeit des Nutzers auf den eigentlichen Inhalt der Seite gelenkt wird. Andererseits ist die Art der Ads entscheidend, denn Bannerwerbung kann aus Bildern bestehen, die mit ALT Attributen auch für Suchmaschinen interpretierbar sind. Hingegen ist von Flash-Animation und JavaScript Codes abzusehen, wenn Suchmaschinenoptimierung und Bannerwerbung sich nicht konterkarieren sollen.

Die Integration von Ads lässt sich via Keywords umsetzen. Hier können Erkenntnisse aus der Suchmaschinenoptimierung hilfreich sein. Die im organischen Bereich verwendeten Keywords können durch weitere Begriffe aus dem bezahlten Bereich ergänzt werden. Oder das Keyword-Setting wird absichtlich in beiden Bereichen breit gestreut, um eine hohe Reichweite zu erzeugen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, Verkäufe und Ranking zu beeinflussen. [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ad server software (englisch) netlingo. Abgerufen am 08. Oktober 2014.
  2. Zum Thema Ads above the fold Googlewebmastercentral. Abgerufen am 08. Oktober 2014.