Domain

Mit Domain (deutsch: Bereich) wird ein bestimmter Teilbereich einer Adresse in einem Netzwerk bezeichnet, der hierarchisch organisiert ist. Sowohl physische wie auch virtuelle Objekte können über den Domainnamen adressiert werden. Diese Objekte können Websites, Computer in einem Netzwerk oder Dienste wie Drucker, Fax oder Mailserver sein.

Jedes Objekt wird über eine eindeutige IP-Adresse referenziert, die aber um der Deutlichkeit und Klarheit willen in einen Namensraum, in eine Domain aufgelöst wird. Eine Domain darf aus den Buchstaben A bis Z, den Zahlen 0 bis 9, Bindestrichen (nur an bestimmten Stellen) und weiteren Buchstaben aus dem Unicode Zeichensatz bestehen.[1]

Allgemeine Informationen

Möchte ein Nutzer eine Website erreichen, kann er die IP-Adresse des Webservers eingeben, wenn er Kenntnis von dieser hat. Da IP-Adressen sehr schwer zu merken sind und Nutzer keinerlei Hinweise darauf haben, was sich hinter der Adresse verbirgt, wurde das Domain Name System (DNS) eingeführt. Dadurch wird die Usability im Internet allgemein und von einzelnen Websites deutlich erhöht, denn auf diese Weise können auch Nutzer auf Ressourcen zugreifen, die die IP-Adresse nicht kennen. Jede Domain muss sich an diesem globalen System der Namensvergabe orientieren.

Strenggenommen ist das DNS wie eine hierarchische Baumstruktur aufgebaut: Der Startknoten ist das Root-Verzeichnis, das mit weiteren HTML-Dokumenten und Scripten auf dem Server liegt.[2]

Dieses Verzeichnis ist allerdings für den Nutzer nicht sichtbar. Es wird lediglich systemintern notiert. Für den Nutzer spielen vielmehr die sichtbaren Teile einer Domain eine Rolle. Diese sind wiederum ein Bestandteil der URL, aber nicht mit dieser zu verwechseln. Eine URL kann auch auf einzelne Dateien auf dem Server hinweisen. Eine Domäne umfasst alle Dateien in ihrer Gesamtheit. Die Domäne ist ein Adressbereich, die URL ist eine Adresse.

Funktionen

Die Domain www.beispiel.de wird gemäß des DNS in drei sichtbare Teile und einen unsichtbaren Teil aufgelöst. Dabei werden die einzelnen Teile syntaktisch durch einen Punkt getrennt.

www.beispiel.de
  • .de bezeichnet die Top-Level-Domain. Sie ist entweder eine Länderkennzeichnung oder ein Hinweis auf die Funktion der Domain (z.B. .com für commercial, .biz für Business oder .org für Organisation). Neuerdings sind auch Städtenamen wie .berlin als Domain bestellbar.
  • beispiel ist die 2nd-Level-Domain. Dies ist der eigentliche Namensraum der Domain.
  • www. wird als 3rd-Level-Domain bezeichnet. Hier können auch spezielle Dienste notiert werden. Zum Beispiel blog. für einen Weblog oder mail. für einen Mailserver. Auch die Unterteilung in sogenannte Subdomains ist möglich, um beispielsweise Abteilungen einer globalen Firma abzubilden.
  • Der unsichtbare Teil ist das Root-Verzeichnis, das auf dem Webserver liegt. Dieses wird durch einen Punkt nach .de. Angegeben, ist aber im Webbrowser nicht sichtbar. Der Punkt dient der eindeutigen Referenzierung des Objektes auf dem Server und ist somit ein Fully Qualified Domain Name (FQDN).

Praxisbezug

Domain Namen werden in Deutschland von der Denic Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft eG in Frankfurt am Main vergeben. Sucht ein Nutzer eine passende Domain, wendet er sich jedoch zunächst an einen Hoster oder Provider, der ihm Serverkapazitäten zur Verfügung stellt. Möchte er seinen Namen oder den Namen seiner Firma als Domain registrieren lassen, muss er zunächst prüfen, ob diese Domains überhaupt verfügbar sind. Wenn sie verfügbar sind, sollte zudem eine Recherche in Sachen Marken- und Urheberrechte stattfinden. Denn Domains unterliegen dem Marken-, Namen- und Vertragsrecht.[3]

Mit dem Hoster oder Provider kommt dann ein Vertragsverhältnis zustande. Sobald der Hoster die Domain bei Denic anmeldet, kommt ein zweites Vertragsverhältnis zwischen dem Nutzer und der Denic eG zustande. Denic stellt die Verbindung zwischen dem Domainnamen und dem Host, also den Serverkapazitäten des Providers her und nimmt einen Eintrag in das Whois-Verzeichnis vor.[4] Nach wenigen Tagen ist die Domain verfügbar und kann mit HTML-Dokumenten, einem CMS oder PHP-Websites befüllt werden.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Domains haben einen außerordentlich hohen Status im Bereich der Suchmaschinenoptimierung und es kommen mehrere Aspekte zusammen. Der erste: Der Namensraum einer Domain kann Keywords enthalten und ist somit ein wichtiges Kriterium für das Ranking und den Sucherfolg von Nutzern (Vgl. Exact Match Domain (EMD)).

Der zweite: Wird das Kürzel www. Der Top-Level-Domain weggelassen, ist es zudem sinnvoll Duplicate Content zu vermeiden. Unter Umständen ist unter beiden Domainnamen der gleiche Inhalt erreichbar.

Der Dritte: Unter .de sind ausschließlich Adressen aus Deutschland erreichbar. Möchte man internationale Kunden ansprechen, empfehlen sich entweder Subdomains mit den entsprechenden Länderkennzeichnungen oder gleich funktionale Adressen wie .com. Darüber hinaus sind Aspekte zu nennen, die mit dem Alter, den Backlinks, der Reputation und der Nachbarschaft einer Domain zusammenhängen. Die Stichworte sind: Domain Popularity, Domain Authority, Domain Trust und Bad Neighbourhood. Diese verschiedenen Aspekte sind Hinweise auf die Qualität einer Domain und beeinflussen den Erfolg einer Webpräsenz maßgeblich.

Einzelnachweise

  1. Domainrichtlinien. denic.de. Abgerufen am 04.07.2014.
  2. Domain Name System (DNS).techopedia.com. Abgerufen am 04.07.2014.
  3. Domain-Recht.domain-recht. Abgerufen am 04.07.2014.
  4. Whois Service. denic.de. Abgerufen am 04.07.2014.

Weblinks

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