Social Media Advertising

Social Media Advertising ist Bestandteil des Social Media Marketings und kann als Teildisziplin des Social Sellings verstanden werden. Mit dem Begriff Social Media Advertising wird die Schaltung von Werbeanzeigen — zum Beispiel in Form von Sponsored Posts oder Videos — auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Xing oder LinkedIn bezeichnet. Einer der größten Vorteile von Social Media Advertising besteht darin, dass Publisher auf den sozialen Plattformen ihre Zielgruppe anhand demographischer Informationen sehr gut gezielt auswählen können. So können etwa gängige Targeting-Möglichkeiten, wie Geotargeting, Verhaltenstargeting und psychografisches Targeting für sich nutzen und so eine sehr konkrete Zielgruppe identifizieren können, die ihre Werbung angezeigt bekommt.

Ziele von Social Media Advertising[Bearbeiten]

Die Ziele von Social Media Advertising ähneln sehr stark denen des Social Media Marketings und des Social Sellings — ein Faktor, der die enge Zugehörigkeit der drei Bausteine zusätzlich unterstreicht. Social Media Advertising dient

Leadgenerierung[Bearbeiten]

Wie bei jeder Art bezahlter Werbung ist auch bei Social Media Advertising eines der Hauptziele, Leads zu generieren. Um dies zu erreichen, sind erfolgreiche Social Media Ads in der Regel mit einer Landing Page verknüpft, die den User via Call-to-Action zu einer Handlung, zum Beispiel zum Kauf eines Produktes, auffordert. Solch ein Link kann die Effektivität einer Kampagne maximieren und zur Überprüfung abbilden.

Verbesserte Sichtbarkeit[Bearbeiten]

Werbeanzeigen auf Social Media kann die Sichtbarkeit des eigenen Contents verbessern, indem er nicht nur präsenter auf der Startseite des Mediums angezeigt wird, sondern auch in den Newsfeed von mehr Personen, als das bei nicht gesponserten Werbespots der Fall wäre. Die erhöhte Reichweite durch einen bezahlten Promotion-Post wirkt sich auf die CTR und damit auf die Generierung von Leads aus.

Mehr User-Engagement[Bearbeiten]

Social Media User sind in der Regel sehr aktiv, kommentieren, liken und teilen Inhalte, die etwas in ihnen auslösen. Gleichzeitig verbringen viele Menschen sehr viel Zeit auf den Plattformen, besuchen sie oft sogar mehrmals täglich. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Werbung auf Social Media gesehen, geklickt und geteilt wird.

Target-Optimierung[Bearbeiten]

User geben auf Social Media viele persönliche Informationen preis. Für Unternehmen, die Paid Ads in ihr Social Media Marketing integrieren möchten, sind diese Informationen sehr wertvoll. Denn Angaben wie Standorte, Interessen, Geschlecht, Alter, und so weiter, ermöglichen die sehr genaue Abstimmung der eigenen Werbekampagnen auf die gewünschte Zielgruppe oder Buyer Persona. So ist es etwa auf Facebook auch möglich, Werbeanzeigen auf Seiten oder in bzw. unterhalb deren Videoinhalten zu platzieren, die bestimmte Keywords erwähnen.

Brand Awareness und Kundenbindung[Bearbeiten]

Mit Werbung auf Social Media ist es möglich, nicht nur für einen ausgewählten Post, sondern auch für das Unternehmensprofil auf der jeweiligen Plattform Likes und Follower zu generieren. Das sorgt dafür, dass mehr Nutzer das Unternehmen wahrnehmen — durch ihr Engagement mit Posts und Seiteninhalten wiederum sorgen sie gleichzeitig dafür, dass auch unter ihren eigenen Freunde und Follower auf einen Brand aufmerksam werden können, die über die Werbung vielleicht nicht erreicht worden wären. Unternehmensprofile auf Social Media unterstützen die Kundenbindung, weil sie einen direkten und niedrigschwelligen Kommunikationskanal zwischen Unternehmen / Brand und Verbrauchern / Usern darstellen.

Plattformen für Social Media Advertising[Bearbeiten]

Netzwerke wie Xing oder LinkedIn sind sehr spezifisch und durch ihren Dienstleistungs- und B2B-Schwerpunkt nicht für alle Unternehmen geeignet, um Social Media Ads zu schalten. Plattformen mit einem höheren Freizeitwert sind deutlich breiter aufgestellt und decken viele Userinteressen ab. Darum und aufgrund ihrer hohen Nutzerzahlen[1] sind Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest und Snapchat oft besser geeignet.

Welches soziale Netzwerk für welchen Brand, Content oder gar für welche spezifische Kampagne am besten geeignet ist, ist individuell verschieden und im Großen und Ganzen von 3 Schlüsselfaktoren abhängig:

  1. Auf welcher Plattform sich die gewünschte Zielgruppe aufhält.
  2. Wo die Zielgruppe am zugänglichsten für Werbung ist.
  3. 3. Auf welchem Netzwerk die Kunden sich am aktivsten engagieren.


Facebook gilt zum Beispiel für beworbene eBooks, Whitepapers, aber auch zeitlich begrenzte Angebote, Freebies und Rabattaktionen als sehr guter Leadgenerator. Instagram ist demgegenüber ziemlich bild- und videolastig. Auch die Nutzerprofile weichen von denen auf Facebook ab. Instagram gilt als jung (18 - 29 Jahre) und weiblich.[2] Ebenso wie Pinterest.[3]

Und während auch Plattformen wie Snapchat ganz klar auf junge Menschen[4] ausgerichtet sind, ist Twitter wiederum für kleine Unternehmen eine gute und günstige Möglichkeit, Follower via Social Media Ads in Kunden zu verwandeln. Laut Twitter haben fast 70% bei einem kleinen Unternehmen Waren oder Dienstleistungen erworben, nachdem sie ihm auf der Plattform gefolgt waren.[5]

Die Frage, welche Plattform für Social Media Advertising am besten geeignet ist, kann nur sehr individuell im Rahmen des Zielgruppentargetings, des Produktes und Brands beantwortet werden. Stimmt die Zielgruppenanalyse mit der Kampagnenaufmachung und der Wertigkeit des beworbenen Produktes überein, sind grundsätzlich alle Social Media Plattformen dafür geeignet, einen beständigen ROI zu generieren.

Die Kosten für Social Media Advertising[Bearbeiten]

Die meisten gängigen Social Media Plattformen liegen ziemlich gleichauf, was die Kosten für CPCs und CPMs bei den Werbeanzeigen betrifft.[6] Jedoch sind die Preise für Social Media Advertising immer auch von mehreren Faktoren abhängig.

Bei Snapchat etwa davon, für welches Format man sich entscheidet.[7] Bei Facebook unter anderem davon, welche Zielgruppe man anvisiert und wie hoch das Budget für eine Werbeanzeige angesetzt wird, an welchem Tag, zu welchem Zweck, sogar zu welcher Tageszeit man seine Ads schalten möchte.[8]

Generell funktioniert das Pricing von Social Media Advertising, wie auch Ads auf Google, nach dem Gebotsprinzip. Neben den gerade erwähnten Faktoren spielen auch Relevanz und das Budget, das ein Publisher bereit ist pro Klick zu investieren, eine wichtige Rolle dabei, welche der konkurrierenden Werbeanzeigen ausgespielt wird.[9] [10]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. State of Facebook allfacebook.com. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  2. Instagram Demographics pewinternet.org. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  3. Pinterest's Demographics Mean It Could Become The Next Monster Social Advertising Platform businessinsider.com. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  4. Snapchat Statistiken für 2019: Nutzerzahlen, versendete Snaps & Verweildauer futurebiz.de. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  5. Der Wert eines Followers business.twitter.com. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  6. How Much Do Ads Cost on Facebook, Instagram, Twitter, and LinkedIn in 2019? falcon.io. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  7. Tell stories the same way Snapchatters do snapchat.com. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  8. Understanding Facebook Ads Cost – 2018 (& 2019) Benchmarks! adespresso.com. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  9. Social Media Ads – OMSAG Mini-FAQ omsag.de. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  10. Was ist Social Media Advertising? onlinesolutionsgroup.de. Abgerufen am 16. Juli 2019.

Weblinks[Bearbeiten]